28.09.2018 – Repression gegen die kurdische Bewegung in der BRD

Diesmal konnten wir mit Devran Dursun eine Referentin von AZADI e.V. gewinnen, welche uns einen Einblick in die Geschichte der Repression gegen die kurdische Bewegung in der BRD geben wird.

Mit Beginn der Gastarbeiterabkommen fanden auch zahlreiche Kurd*innen ihren Weg in die Bundesrepublik Deutschland. Insbesondere im Zuge der militärischen Konflikte und Vertreibungen von Kurd*innen in den 1970er und 1980er Jahren im Nahen Osten und der Türkei stieg die Zahl der Zuwander*innen aus kurdischen Gebieten. Die Konflikte ihrer alten Heimat und die andauernden Angriffe auf KurdInnen ließen viele nicht los.
Eine starke Kraft innerhalb der kurdischen community, insbesondere in der Türkei, war und ist die Arbeiterpartei Kurdistans (PKK). 1993 wurde die PKK in Deutschland mit einem Betätigungsverbot belegt. Das Verbot diente seitdem als Vorwand für zahllose Verfahren gegen kurdische Aktivist*innen. Trotz eines Gewaltverzichtes und ihrer neuen internationalen Rolle im Kampf gegen den Islamischen Staat ist das Betätigungsverbot nicht aufgehoben worden. Die PKK wird weiterhin als terroristische Organisation eingestuft. Ebenso werden auch Aktivitäten für die Volksverteidigungseinheiten YPG und YPJ in Syrien, wie das Zeigen ihrere Symbole, kriminalisiert. Aktivitäten von linken kurdischen Organisationen in der BRD scheinen unter dem Generalverdacht des Terrors zu stehen. Ihre Anhänger*innen sind seit den 1990er Jahren wiederholt drastischen Repressionen und Einschränkungen der Grundrechte unterworfen.
Nach einem Einstieg in die Geschichte „der“ kurdischen Bewegung in der BRD werden wir uns mit der Repression gegen ihre Organisationen und Anhänger sowie dem Kontext der sich wandelnden Situation in den kurdischen Siedlungsgebieten beschäftigen. Dabei werden auch die internationalen Beziehungen der BRD ebenso wie die jüngsten Ereignisse während der Kämpfe in Nordsyrien Thema sein. Was bedeutet die Repression für die deutsche internationalistische Linke? Wie kann Solidarität aussehen und wo stößt diese an Grenzen?

Wann und Wo?:
Freitag, 28.09.2018, 19 Uhr

Taranta Babu, Humboldtstr. 44
44137 Dortmund

Autor: rotertresendortmund

Wir sind ein Zusammenhang von aktiven Linken aus verschiedenen Gruppen, Initiativen und Parteien, die es sich zum Ziel gesetzt haben, ein alternatives Kulturangebot zu schaffen. Der Rote Tresen soll ein offener Anlaufpunkt jenseits von Kommerz, Ausgrenzung und Sexismus sein. Hier wollen wir uns kennenlernen, diskutieren, und zusammen feiern. Willkommen sind alle, die nichts daran auszusetzen haben! In regelmäßigen Abständen wollen wir im Taranta Babu einen Kneipenabend anbieten, mal mit Konzert, mal mit DJ, vielleicht ein Spieleabend oder eventuell auch mal ein Vortrag – wir werden sehen was uns und euch einfällt. Die überschüssigen Einnahmen werden an verschiedene Initiativen gespendet, die wir für unterstützenswert halten. Wohin die Spenden gehen, geben wir jeweils vor dem Kneipenabend bekannt. Wir hoffen, wir haben euch neugierig gemacht und ihr schaut beim nächsten Mal vorbei…

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